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Kanadas Icefields Parkway – von Lake Louise (Banff) bis Jasper

Eine der schönsten Fernstraßen der Welt

In meiner Beitragsreihe zu einer Reise in die USA und nach Kanada, die wir im Juli 2018 unternommen haben, möchte ich heute von einem besonders schönen Teilstück des Highway 93 berichten, dem sogenannten Icefields Parkway.

Der Icefields Parkway ist ein 230 Kilometer langes Teilstück des Highway 93 und gilt als eine der schönsten Fernstraßen der Welt. Er führt durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains zwischen Lake Louise und Jasper. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten entlang der Route, die komplett durch Teile des Banff National Park und Jasper National Park führt, ist das Columbia-Eisfeld, dessen Eis sich an seinen Rändern über nicht weniger als acht Gletscher talwärts schiebt, darunter auch der Athabasca-Gletscher, der direkt über den Icefield Parkway zu erreichen ist.

Icefields Parkway, Banff National Park, Alberta, Kanada (Foto © Adobe Stock)

Navigation – das war unsere Route

Die von uns während unserer USA & KANADA-Reise mit einem Camper gefahrene Route umfasst 356 km und verläuft in Süd-Nord-Richtung. Gestartet sind wir früh morgens vom Two Jack Main Campground am Two Jake Lake in der Nähe von Banff. Von dort führte unser Weg in nördlicher Richtung bis hoch zum Pocahontas Campground im Jasper Nationalpark.

Das erste Teilstück dieser Strecke führt über den Trans-Canada Highway (Highway No. 1), welcher mit über 7.000 km sowohl die einzige durchgehende transkontinentale Straßenverbindung Kanadas als auch die drittlängste Straßenverbindung der Welt darstellt. Nur die „Transsibirische Straße“ in Russland und der Highway 1 in Australien sind länger.

Für mehr Details kannst Du Dir die Karte auch direkt bei Google Maps ansehen. Klicke einfach das Vollbild [   ] Symbol, oben rechts über der Karte.

Lake Louise und Emerald Lake

Lake Louise

Ein erster Höhepunkt auf der Strecke ist der Ort Lake Louise, welcher direkt neben dem Trans-Canada Highway liegt, etwa 180 km westlich von Calgary. Der gleichnamige See Lake Louise lädt seine Besucher zum Wandern, Klettern, Skifahren und Kanu-Fahren ein. Die türkisblaue Farbe des Sees stammt übrigens von dem Steinmehl, welches vom Gletscherschmelzwasser in den See gespült wird. Es wird auch Rock Flour oder Glacial Flour bezeichnet. [Quelle Wikipedia]

Der “Lake Louise” ist nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter von Königin Victoria, benannt. Auf dem Bild bin allerdings nur ich und nicht die Prinzessin oder die Königin zu sehen! 😉

Hinter dem Lake Louise erheben sich einige schneebedeckte Berge wie Mount Temple (3.543 m), Mount Whyte (2.983 m) und Mount Niblock (2.976 m). Oberhalb des Sees befindet sich auf dem Mount Whitehorn (2.621 m) das Skigebiet Lake Louise.

Am Ostufer des Sees steht das Château Lake Louise, ein Fünf-Sterne-Hotel. Es wurde 1890 als bescheidenes Chalet erbaut und später zu einem zweistöckigen Hotel ausgebaut, das zu einem Zentrum für Kletterexpeditionen wurde. Ein Feuer zerstörte 1924 das Schlosshotel, welches durch die heute noch bestehende Konstruktion ersetzt wurde. Viele Wanderwege starten direkt beim Schlosshotel. [Quelle Wikipedia]

Mirror Lake, Lake Agnes und Lake Agnes Tea House

Auch wir haben uns auf eine kleine Tour zum Lake Agnes Tea House gemacht. Der Lake Agnes liegt an einem Wanderweg oberhalb des Lake Louise und führt auf halber Strecke am Lake Mirror vorbei.

Emerald Lake

Auch wenn der Emerald Lake nicht direkt an oben beschriebenen Route, sondern ca. 40 km westlich von Lake Louise entfernt liegt, möchte ich Euch diesen wunderschönen Ort nicht vorenthalten. Man erreicht den See direkt über eine Ausfahrt des Trans-Canada Highways (Highway No. 1).

Der Emerald Lake ist der größte von insgesamt 61 Seen des Yoho Nationalparks in British Columbia. Der Emerald Lake und die dazugehörige Emerald Lake Lodge, eine High-End-Unterkunft am Ufer des Sees, gehören zu den touristischen Highlights des Parks.

Den 5,2 km langen Wanderweg, der um den gesamten See führt, haben wir genutzt, um uns nach einer langen Autofahrt vom Allison Lake in Richtung Banff etwas die Beine zu vertreten und ein paar Bilder zu machen. Wie auch am Lake Louise kann man in den Sommermonaten den See auch mit Kanus mieten, um den See zu erkunden. Darauf haben wir aber – angesichts der stolzen Preise (30 min für 25 Dollar) verzichtet.

Peyto Lake

Nachdem man nördlich von Lake Louise vom Trans-Canada Highway auf dem Highway No. 93 ( Icefields Parkway) gewechselt ist, erreicht man schon nach ca. 40 km den Bow Summit, einem 2.840 Meter hoher Berggipfel im Bow River Valley des Banff Nationalparks. Von einer Aussichtsplattform, die ausgeschildert vom Highway leicht zu Fuß zu erreichen ist, hat man einen herrlichen Blick über den Peyto Lake hat.

Der Peyto Lake ist ein Bergsee, der von Gletschern, wie dem gleichnamigen Peyto-Gletscher gespeist wird. Der See ist aufgrund seiner auffälligen türkisen Farbe eine fotografische Attraktion und wurde schon in vielen Bildbänden über Kanada abgebildet. Die türkise Wasserfärbung wird durch feine Gesteinspartikel (dem Steinmehl oder Gletschermilch) verursacht, welches auch als “rock flour” oder “glacial flour” bezeichnet werden und die mit dem Schmelzwasser in den See gelangen. [Quelle: Wikipedia.org]

Columbia Icefield

Etwa weitere 85 km in nordwestlicher Richtung, an der Grenze zwischen Banff- und Jasper-Nationalpark, erreicht man das Columbia Icefield.

Von Rufus Hawthorne in der Wikipedia auf Englisch – Übertragen aus en.wikipedia nach Commons., CC0, Link

Das Columbia-Eisfeld (englisch Columbia Icefield) ist ein ausgedehntes Eisfeld und eine der größten Ansammlungen von Eis südlich des Polarkreises. Seine Fläche beträgt 325 km², die Dicke 100 bis 365 m und die jährliche Schneefallmenge bis zu sieben Meter. Das Eisfeld ist das Nährgebiet von acht unmittelbar benachbarten, großen Gletschern, darunter der Athabasca-, der Castleguard-, der Columbia-, der Dome-, der Stutfield– und der Saskatchewan-Gletscher.

Klimawandel & Eisschmelze – ein Nachtrag

Traurig zu sehen war, wie der Klimawandel und die daraus resultierende Erderwärmung zu einem permanenten Abschmelzen des Columbia-Eisfeldes führen. Auf unserem Fußmarsch vom Parkplatz zum Rand des Eisfeldes kamen wir an Jahrestafeln vorbei, die den historischen Eisrand markieren.

Die Gebirgsgletscher ziehen sich weltweit seit Jahrzehnten zurück – so auch die Eisleder im Westen Kanadas. Laut einer im Journal “Nature Geoscience” veröffentlichten Prognose von Forschern um Garry Clarke von der University of British Columbia in Vancouver wird die Fläche des Gletschereises im Westen Kanadas bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum Jahr 2005 je nach Region um 75 bis mehr als 90 Prozent schwinden.

Die Gletscherareale entlang der Küste Kanadas werden demnach voraussichtlich um etwa 75 Prozent schwinden, schreiben die Forscher. Die im Inland gelegenen Eisgebiete samt denen der Rocky Mountains gehen demnach sogar um mehr als 90 Prozent zurück. Dort schmilzt etwa das oben genannte Columbia-Eisfeld, zu dem wie beschrieben acht große Gletscher gehören, zum größten Teil sogar vollständig ab. [Quelle: www.wetter.de]

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