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World Press Photo – Ausstellung zu Gast in Oldenburg

Anfang 2019 macht die Ausstellung „World Press Photo“ der weltbesten Pressefotos wieder Station in Oldenburg. Vom 16. Februar bis zum 10. März wird der aktuelle Jahrgang der World Press Photos im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte gezeigt.

Nachdem sich in den vergangenen drei Jahren fast 50.000 Besucher im Oldenburger Schloss mit den Arbeiten der besten Pressefotografen der Welt befasst haben, wird es die Ausstellung der World Press Photos auch 2019 wieder zu sehen geben. „Es freut uns natürlich sehr, wie groß das Interesse daran ist“, sagte Claus Spitzer-Ewersmann, Geschäftsführer der Medienagentur Mediavanti, die die Bilderschau 2016 erstmals nach Oldenburg geholt hatte.

Die Ausstellung ist weltweit in 100 Städten und 45 Ländern zu sehen und erreicht in jedem Jahr ein Publikum von 4 Millionen Besuchern. (Eine Liste der aktuellen und bevorstehenden Ausstellungsorte findest Du unten in diesem Beitrag.)

Weltpressefoto des Jahres – Am 3. Mai 2017 kam es in Venezuelas Hauptstadt Caracas zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Nationalgarde, bei denen Demonstranten (von denen viele Hauben, Masken oder Gasmasken trugen) Feuer auslösten und Steine schleuderten. Der 28-jährige José Víctor Salazar Balza fing Feuer, als der Benzintank eines Motorrads explodierte. Er überlebte mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades.
Fotograf: Ronaldo Schemidt (Agence France Press), Venezuela

Im Mittelpunkt wird auch bei der Ausstellung in Oldenburg das von einer internationalen Jury gekürte Pressefoto des Jahres stehen. Es wurde unter 73.000 Aufnahmen von rund 4.500 Pressefotografen ausgewählt. Die Juroren entschieden sich für eine Szene aus Venezuelas Hauptstadt Caracas. Am Rande der Proteste gegen Präsident Maduro fing José Víctor Salazar Balza bei der Explosion eines Motorrads Feuer. In hellen Flammen rannte er direkt am AFP-Fotografen Ronaldo Schemidt vorbei. Der spürte die Hitze hinter sich, drehte sich um und fotografierte. Die Jury attestierte dem Foto hohe Symbolkraft, Energie und Dynamik. „Es ist grausam – aber vielleicht brauchen wir genau solche Bilder, um an die Konflikte in der Welt erinnert zu werden“, gab Spitzer-Ewersmann zu bedenken. Übrigens: Der Demonstrant überlebte die Explosion mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades.

„Die Planung für das Rahmenprogramm läuft auf Hochtouren“, heißt es in der mir vorliegenden Presseerklärung. So wird es wieder eine Podiumsdiskussion, Fotografengespräche und Vorträge geben, mit denen der Blick auf die unterschiedlichen Facetten der Pressefotografie gelenkt werden soll. Darüber hinaus werde man sich auch mit deren Weiterentwicklung befassen und dem Thema „Digital Storytelling“ Raum geben: „Die neuen digitalen Techniken eröffnen Journalisten ganz neue Möglichkeiten, ihre Geschichten zu erzählen. Wir wollen mit den Siegerbeiträgen aus dem Wettbewerb zeigen, wie das aussehen kann.“

Die 14-jährige Aisha wurde von in Nigeria von der Terrororganisation Boko Haram entführt. Sie sollte für ein Selbstmordattentat eingesetzt werden, konnte aber rechtzeitig fliehen.
Fotograf: Adam Ferguson (The New York Times), Australien
Felsenpinguine machen ihrem Namen alle Ehre. Ihre Bevölkerung sinkt, wohl als Folge eines sinkenden Nahrungsangebots. Die Vögel verbringen fünf bis sechs Monate auf See und kommen nur an Land, um sich zu häuten und zu brüten.
Fotograf: Thomas P, Peschak, Deutschland
Traditionell werden Mädchen auf Sansibar davon abgehalten, schwimmen zu lernen, hauptsächlich aufgrund der Einschränkungen einer konservativen islamischen Kultur. Das Panje-Projekt bietet ihnen nun doch diese Möglichkeit.
Fotografin: Anna Boyiazis, USA

Ausstellung in Oldenburg – Öffnungszeiten & Ort

World Press Photo – Exhibition 2018
16. Februar bis 10. März 2019
geöffnet Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Samstag, 9.3., 10-22 Uhr
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (Schloss)

http://www.worldpressphoto-oldenburg.de

Aktuelle und bevorstehende Ausstellungsorte

Liège, Belgien – 10. November 2018 – 13. Januar 2019
Valle d´Aosta, Italien – 7. Dezember 2018 – 6. Januar 2019
Siem Reap, Kambodscha – 14. Dezember 2018 – 7. Januar 2019
Shymkent, Kasachstan – 20. Dezember – 2. Januar 2019
Tel Aviv, Israel – 21. Dezember – 2. Februar 2019
Hilversum, Niederlande – 5. Januar 2019 – 27. Januar 2019
Rotterdam, Niederlande – 19. Januar 2019 – 10. Februar 2019
Dar es Salaam, Tansania – 24. Januar 2019 – 6. Februar 2019
Krakau, Polen – 8. Februar 2019 – 28.Februar 2019

Quelle: https://www.worldpressphoto.org/exhibitions


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